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Mehr Bewegung im Ganztag - Rahmenvereinbarungen von MK und LSB Niedersachsen unterzeichnet

Das Niedersächsische Kultusministerium (MK) und der LandesSportBund (LSB) Niedersachsen wollen ihre gemeinsame Zusammenarbeit an öffentlichen Ganztagsschulen im Rahmen der Zukunftsoffensive Bildung auch weiterhin fortführen. Die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt und der Vorstandsvorsitzende des LSB Niedersachsen Reinhard Rawe haben dazu in Hannover eine entsprechende weiterentwickelte Rahmenvereinbarung unterzeichnet.

Hintergrund der Kooperation ist das gemeinsame pädagogische Interesse, junge Menschen zu motivieren, lebenslang Sport zu treiben. Sport spielt im Ganztagsschulen eine große Rolle. Schülerinnen und Schüler bekommen neben dem regulären Sportunterricht zusätzliche Bewegungseinheiten, die gesund sind und Spaß machen. Außerdem erhalten sie die Möglichkeit, unbekannte Sportarten auszuprobieren.

Der Landessportbund mit seinem breiten Netzwerk an Übungsleiterinnen und Übungsleitern bereichert das Angebot in den Schulen mit Impulsen aus den Sportvereinen und erreicht in den Ganztagsschulen viele junge Menschen, um für die eigene Vereinsarbeit zu werben. Eine Win-win-Situation für alle. So waren sich die unterzeichnenden Parteien einig.

Bereits seit 2004 engagieren sich Sportvereine in Ganztagsschulen. Schon in der damals geschlossenen Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit an öffentlichen Ganztagsschulen stimmten das Niedersächsische Kultusministerium und der LandesSportBund darin überein, dass zu den unterrichtsergänzenden Angeboten, die eine Ganztagsschule für ihre Schülerinnen und Schüler vorsieht, auch Vereinsangebote aus dem Bereich Bewegung, Spiel und Sport gehören.

In der aktuellen Fassung ist u. a. neu aufgenommen bzw. geregelt worden:

  •  Bewegung, Spiel und Sport sind unverzichtbarer Bestandteil ganzheitlicher Bildungsförderung, anzustreben sind regelmäßige, tägliche Bewegungs-, Spiel und Sportangebote.
  • Vorrangig werden Kooperationsverträge im Bereich des Sportes mit Mitgliedern des LSB Niedersachsen und den Gliederungen abgeschlossen.
  • Übungsleiterinnen und -leiter müssen qualifiziert und geeignet sein. Zur Verfügung stehen das Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebot des LSB Niedersachsen, der Sportjugend, der Sportbünde und Sportfachverbände.
  • Die Finanzierung der Angebote der Sportvereine erfolgt über das Schulbudget.
  • Eine stärkere Verzahnung von Sportunterricht, außerunterrichtlichen Sportangeboten des Ganztages mit den Sportangeboten der örtlichen Vereine wird angestrebt.
  • Der Ansprechpartner des Vereins kann an Besprechungen und Konferenzen der Schulen teilnehmen.
  • Auch die BeSS - Servicestellen werden in die Rahmenvereinbarung aufgenommen. Diese sollen initiieren, fördern und begleiten und die Zusammenarbeit von Schule und Verein verbessern.
  • Schulsportassistenten können in Begleitung von Lehrkräften oder Übungsleitenden bei Angeboten mit unterstützen.
  • Die Schule evaluiert in regelmäßigen Abständen ihr Ganztagsangebot und entwickelt es fort.
  • Bei Veränderungen der Rahmenbedingungen soll der Ansprechpartner des Sportvereins frühzeitig informiert werden. Weiterhin beinhaltet die neue Rahmenvereinbarung einen regelmäßigen Erfahrungsaustauch beider Partner.

Eine offene und zu bearbeitende Frage bleibt jedoch: Wie können Kinder und Jugendliche erericht werden, die sich dem Spiel, der Bewegung abgewandt haben, die dem Sport negativ gegenübertreten?

Jetzt zur Pressemitteilung des Kultusministeriums vom 22.02.2016

 

 

Erstellt am 25.02.2016, S. Schluck

 

 

 


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